Sicherlich lesen diesen Blog nicht so viele Fußball-Fans, aber ich muss trotzdem mal ein paar Fragen loswerden. Gerade habe ich gehört, dass Günter Netzer nach dieser WM aufhört. Ich konnte einen Jubelschrei nicht unterdrücken. Endlich ist der eklige Labersack weg!
Dann aber las ich die Kommentare anderer Medien und war sehr überrascht: Es soll von irgendjemandem gut gefunden worden sein, was die beiden dort ablieferten, sie sollen sogar Preise dafür erhalten haben. Kann das sein? Gibt es da draußen wirklich Menschen, die dieses banale, peinliche Angekeife gut fanden? Sicherlich Günter Netzer ist eine wunderbare Figur zum hassen – diese eitle Selbstgefälligkeit gepaart mit einem aufgeblasenen unästhetischen Äußeren. Da kann man einiges drauf projezieren. Aber ihn deshalb auf die Menschen da draußen loslassen? Sein Expertentum hält sich auch sehr in Grenzen, meist geht es auch in seiner eitlen Selbstüberschätzung unter. Und dann diese Pseudodebatten, diese Pseudostreits. Das findet irgendjemand gut? Mich erinnert das eher an einen Kindergarten und ich schäme mich, diesen beiden Personen bei so unterirdischer Kommunikation zuzuschauen. Als ich bei der WM 2006 das erste mal dieses Duo sah, konnte ich mir die Präsenz Netzers in der ARD nur damit erklären, dass er sich über seine Firma, die ja die Rechte für die Bundesliga verkauft, reingeschlichen hatte. Die ARD hatte sich mit den Übertragungsrechten scheinbar auch diese Figur eingehandelt.
Nun also meine Frage: Kann mir jemand dieses Phänomen erklären? Wieso darf Günter Netzer moderieren? Wieso muss man sich so eine Kindergarten-Kommunikation anhören? Wird dieses Duo nur medial gehypt, oder ist es in der Bevölkerung wirklich auch beliebt?
Klingsors Letzter
Fragen zu Günter Netzer
1 Kommentar »
schascha wrote @ Juni 16th, 2010 at 21:48
Für mich ist Günter Netzer sowas wie der Derrick der Fußball-WM-Spiele-Nachbearbeitung: charakteristisch nicht schön und schon immer da.
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