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Klingsors Letzter

Brückenbeispiele

Auch auf die Gefahr hin, den vorigen Beitrag zu den rationalen Brücken plötzlich positiv umzudeuten, will ich zwei kleine Beispiele geben.
Oft will ich über die lange gezimmerte rationale Brücke “Nicht alles, was andere tun, ist auf dich bezogen” laufen. Doch immer wieder in der Mitte stürze ich in den reißenden und bereits bekannten emotionalen Strom, der jenseits aller rationalen Erklärungen – “Das ist aus der und der Situation entstanden” oder “Er/Sie hatte ganz andere Hintergründe” – einfach nur eine simple Abwertung heraus filtert. Oder ich laufe über die Brücke “Du hast dich so entschieden, es ging nicht anders” und falle doch immer wieder ins ewig emotionale “Warum?”, der Frage nach der Einsamkeit, oder in den bei mir sehr beliebten Fluss des Gescheitertseins zurück.

1 Kommentar »

  klain_wallenstein wrote @ Mai 4th, 2010 at 18:23

“Die meisten Menschen bauen sich rationale Brücken über ihre emotionalen Abgründe…”

…weil ihnen verborgen blieb, dass diese Ab_gründe und Ur_gründe ihre Triebfedern sind; das dies allein sie lebendig machen könnte. Stattdessen üben sie das Hangeln, mehr schlecht als recht. Es macht sie “erwachsen”, zu “Bürgern” und Zuwasweißichnochwas. Und verlieren sich selbst; verlieren die Möglichkeit zur Fülle //// zum Erfülltsein.

Schön wäre:
Aufwachen und jemanden tanzen sehen. Unten im Grund.
Sich selbst vielleicht.
Wenn man verstünde, seine Einsamkeit anzunehmen und mit ihr zu sein.
Im Grunde könnte es einfach sein.
Im Grunde könnte man s/Selbst sein.

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