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Klingsors Letzter

Archive for August, 2009

Kleiner Faktencheck bei Guido

Am Donnerstag hatte ich das Glück, Guido Westerwelle hier in Jena hören zu können. Er gilt, so habe ich gelesen, als einer der besten Redner des Bundestages. Das war allerdings auch vor dem Hintergrund, dass es kaum noch gute Redner dort geben soll und in diesem Umfeld schon Guido als einer der besseren Redner gelten darf (neben Gysi).
Immerhin hat er flüssig gesprochen, die Stimmlage war angenehm, ein wenig pastoral fast. Das einzige, was an seiner Rede rhetorisch ein bisschen herausstach, war dass er an zwei Stellen Bilder eingesetzt hat (Zum sächsischen Landtag: “Wir wollen dort keinen Herrn Apfel mit seinem Fallobst”. An das andere erinnere ich mich nicht mehr.). Das war alles, besser war es nicht.
Was mir aber extrem deutlich auffiel, war, dass seine Aussagen immer einer Kommentierung bzw. Einordnung brauchen. Nach kurzer Recherche wurde sogar deutlich, dass es sich zum Teil um Falschaussagen handelte. Das hätte ich ja in einer einmaligen Rede im Wahlkampf erwartet, aber dass Guido das nun auch bei Anne Will behaupten darf, verwundert mich schon sehr. Daher hier seine Aussagen samt einer Einordnung bzw. Korrektur:

1. Guido: Man solle sich nicht einreden lassen, der Staat habe kein Geld. Es sei immer noch Geld da. Als Beispiel führt er an, China habe insgesamt 500 Millionen Euro als Entwicklungshilfe von Deutschland bekommen. Darauf aufbauend argumentiert er, dass das widersinnig sei, da China Deutschland wirtschaftlich überholt habe.
Falsch daran: Deutschland hat China zuletzt im Jahr 2007 “Entwicklungshilfe” in Höhe von 67,5 Millionen Euro gezahlt. Nach den Unruhen in Tibet wurden diese Zahlungen aber vom Bundesentwicklungsministerium eingestellt. Selbst in dem Beitrag der Tagesschau wird die Behauptung von Guido Westerwelle über 200 Millionen Euro schon widerlegt, nun hat er statt die Korrektur und die neuen Entwicklungen aufzunehmen, den Betrag in seinen Reden schon auf 500 Millionen Euro gesteigert (soweit ich mich erinnere). (Tagesschau) Im Medienhandbuch des Bundesministeriums wird zudem darauf hingewiesen, dass die 50 Millionen Euro im Jahr 2007 China lediglich als Darlehen gewährleistet wurden und China zudem erhebliche Eigenbeiträge hinzugibt. (Medienhandbuch, S.357)

2. Guido: Das Bild sei falsch, dass die FDP eine ungerechte Steuerpolitik vertrete, vielmehr bedeute das FDP-Programm gerade für Familien eine Entlastung. Das liege daran, dass die FDP will, dass der steuerliche Grundfreibetrag für Kinder auf den Betrag für Erwachsene angehoben wird. Somit würden ärmere Familien steuerlich entlastet, da sie insgesamt einen größeren Familienfreibetrag haben würden. (Diese Argumentation hat er eben auch bei Anne Will vertreten.)
Einordnung: “Der Grundfreibetrag soll dafür sorgen, dass das Einkommen, soweit es zur Bestreitung des Existenzminimums benötigt wird, nicht mit Steuern belastet ist.” (Wikipedia) Der Clou ist: Der Grundfreibetrag wird wesentlich anhand des “sächlichen Existenzminimums” berechnet, auf dem auch Hartz 4 basiert. Im Grunde werden die Hartz-4-Regelsätze mit den Wohnungskosten aufs Jahr hochgerechnet und ergeben dann den Grundfreibetrag. Dass der Gesetzgeber den Hartz-4-Satz für Kinder geringer ansetzt, ist umstritten. Beispielsweise hat das Bundessozialgericht erst in diesem Jahr kritisiert, dass die geringere Auszahlung für Kinder ohne vorherige genaue Berechnung eines kindlichen Existenzminimums oder auch einer Abstufung nach Alter verfassungswidrig sei. (Bundessozialgericht) Die Entscheidung liegt nun beim Bundesverfassungsgericht.
Die Frage ist nun: Was will die FDP? Tritt Guido Westerwelle nun für eine Anhebung der Hartz-4-Sätze für Kinder ein? Eine eher FDP-untypische Forderung. Oder will er nur die genaue Feststellung des “sachlichen Existenzminimums” für Kinder? Ist ihm der Zusammenhang zwischen Grundfreibetrag und Hartz-4-Regelsatz überhaupt bewusst? Vielleicht wollen die Liberalen auch eine ganz neue Form des Grundfreibetrags. Wer weiß. Das Programm jedenfalls verrät es nicht. (FDP-Programm)

3. Guido: Als Beweis der positiven Wirkung einer FDP-Regierung nennt er: Die Regierungsbeteiligung in NRW habe dazu geführt, dass die Steinkohlesubventionen abgeschafft würden und dass in diesem Jahr 8000 neue Lehrer eingestellt worden sind. (Guido hat das Argument eben auch bei Anne Will gebracht.)
Anmerkung: Es ist ganz offensichtlich, dass hier Ebenen vermischt werden, die nichts miteinander zu tun haben. Die Lehrersituation in NRW ist extrem: Es werden in den nächsten Jahren (besonders durch Verrentungen) noch weitaus mehr Lehrer benötigt als die bereits eingestellten 8000 (Studie). Laut GEW sind selbst in diesem Jahr noch immer 2000 Stellen zu wenig besetzt. (GEW vom 31.08.2009) Dies liegt daran, dass bevölkerungsreichsten Bundesland seit Jahren zu wenig Lehrer ausgebildet werden. Guido macht nun aber aus dem Lehrermangel und den daraus resultierenden Noteinstellungen in NRW eine Leistung der FDP. (Dass wirkliche Not vorhanden ist, zeigt sich daran, dass das Einstellungsportal besonders auch Quereinsteiger fördern will.)
Der Ausstieg aus der Kohlesubventionierung war ein Projekt, das wesentlich von Jürgen Rüttgers (auf Kosten des Steuerzahlers) vorangetrieben wurde. Im Jahr 2007 einigte man sich mit dem Bund darauf, die Subventionen bis 2018 auslaufen zu lassen. Für die längere Übergangszeit (Rüttgers wollte schon 2014 Schluss machen) muss der Bund ab 2015 die Kosten von NRW übernehmen. (SZ) Bis dahin zahlt NRW jedoch weiter in jedem Jahr 550 Millionen Euro. 2012 soll die Entscheidung noch einmal überprüft werden.
Der Zusammenhang zwischen beiden Entscheidungen bleibt jedoch unklar: Kann man dank der weiterhin (bis 2014) zu zahlenden Kohlesubventionen in diesem Jahr 8000 Lehrer einstellen? Wirkt sich also eine geplante Entlastung schon auf den gegenwärtigen Haushalt aus? Eine bestechende Logik, die Guido hier an den Tag legt.

Soweit erstmal zu den Sachen, an die ich mich erinnere. Im Grunde sollte man wohl die meisten Wahlkampfreden so mit Fakten unterfüttern bzw. in den weiteren Kontext einordnen und sie dann den Bürgern nahebringen. Ein Faktencheck wird ja leider recht selten von Journalisten durchgeführt (bei Plasberg wird das zumindest versucht).

Wir können nicht anders

“Wie Studien herausgefunden haben, ist das Verhalten der Frauen weniger kulturell als hormonell geprägt. Der Kognitionspsychologe Basil Cocker-Suter konnte in mehreren klinischen Experimenten nachweisen, dass Frauen das Hormon Cetycin besitzen. Bisher konnte der Einfluss dieses Hormons nur schwer nachgewiesen werden. Cocker-Suter war nun die Sensation gelungen: Frauen mit einen hohen Cetycin-Spiegel haben signifikant häufiger das Bedürfnis, sich alle zwei Tage die Achseln zu rasieren. Weitere Experimente mit dem neuen Hormon an Männern zeigten zudem, dass Männer, denen das Hormon in die Nase gesprüht wurde, ebenfalls begannen, sich an allen zwei Tagen die Achseln zu rasieren. Cocker-Suter erklärte die erstaunlichen Ergebnisse damit, dass bei Frauen nach der Emanzipation in den siebziger Jahren eine unbewusste Rückbesinnung auf die evolutionär angelegten Rollen stattgefunden habe. Cocker-Suter: “Im Prinzip sind wir festgelegt auf unsere Rollen. Es wäre schön, wenn wir lernen könnten, damit umzugehen und gegenseitig davon zu profitieren.”
Eine industrielle Produktion des Hormons ist nicht vorgesehen, auch wenn aus Militärkreisen bereits Interesse signalisiert wurde. Besonders mit Blick auf die demographische Entwicklung der nächsten Jahre, so ein Sprecher, gelte es feministische Fehlentwicklungen in die natürlich festgelegten Bahnen zurückzuführen und somit das weibliche Potential besser auszunutzen.”

So könnte wohl eine Pressemitteilung in der Zukunft aussehen, wenn die Vorstellung einer genetischen Vorherbestimmtheit des Menschen sich weiterhin ausbreitet. Ein schreckliches Beispiel auf dem Weg in eine solche Welt stand heute in der Süddeutschen Zeitung:
“Der codierte Mann” - Manche Eigenarten können Männer nicht ändern, selbst wenn sie es wollten. Ein Gespräch mit der Bestseller-Autorin und Psychologin Susan Pinker über den Mann und seine Natur. Interview: Maxi Leinkauf

Der Inhalt des Interviews lässt sich mit dem Zitat zusammenfassen, das ich dem oben stehenden imaginären Forscher in den Mund gelegt habe: Es ist vieles genetisch festgelegt zwischen Mann und Frau, darum sollten wir uns vielleicht einfach daran gewöhnen.
Die Frage ist aber: Wieso wird immer wieder so revisionistischer Schwachsinn veröffentlicht? Ihre Angst mit Eva Herman in eine Ecke gestellt zu werden ist berechtigt, sie ist nur deren pseudowissenschaftliches Pendant. Sicherlich ist nicht alles kulturell, aber es ist auch nicht alles genetisch. Frau Pinker tappt in die Falle der normativen Kraft des Faktischen, in diesem Falle wohl die genetische Kraft des Faktischen. Wir beobachten etwas in der Gesellschaft und haben auch eine auf wundersame Weise dazu passende Erzählung, dann muss das wohl so evolutionär im Menschen angelegt sein. Männer suchen den Erfolg und würden dafür alles in Kauf nehmen. Immerhin eine kritische Nachfrage gelingt der Interviewerin: Sie kenne viele Männer, bei denen das nicht so sei. Aber dadurch wird die Argumentation von Pinker nicht gestört, sie sei halt die Ausnahme. Bleibt nur die Frage, wie sich wohl die Theorie widerlegen lässt. Am ehesten wohl durch ethnographische Studien (das ist in anderen Gesellschaften anders) und durch Transgender-Forschung (das ist auch in unserer Gesellschaft anders).
Diese archaische Argumentation, die auf der Idee einer natürlichen Rollenverteilung basiert, kann sich wahrscheinlich gegenwärtig wieder verstärkt behaupten, weil sie auf der Tendenz zur neurowissenschaftlichen Erklärung des menschlichen Verhaltens fußt (das ist so, weil es im Gehirn so ist). Das zugrundeliegende Erklärungsmodell nach dem Motto “Wir können gar nicht anders” wird wohl benötigt, nachdem viele identitätsstiftenden Sicherheiten verloren gegangen sind. Es befriedigt das Bedürfnis nach klarer Orientierung in einer sich rollentheoretisch auflösenden Welt. Nicht dass diese Rollenverständnisse nicht mehr stark wären, aber in der Öffentlichkeit wurden sie zulange in Frage gestellt. Die Argumentation hat somit einen restaurativen Charakter: Die klassische Trennung zwischen Mann und Frau ist natürlich. Die Frau will Familie und Harmonie, der Mann Erfolg. Das sind Vorstellungen aus der Welt der fünfziger Jahre angereichert mit neurowissenschaftlichem Überbau und dem populärwissenschaftlichen Versatzstück einer Krise der Männlichkeit ausgelöst durch die Finanzkrise.
Schade eigentlich, dass die Süddeutsche sowas veröffentlicht, ohne wirklich kritisch nachzufragen. Durch die anbiedernden Fragen wird das ganze zu bloßer Werbung für das jetzt erscheinende Buch.

Der monatliche Kurzverriss: Slumdog Millionär

Irgendwie irritiert mich das: Wieso steht meine Meinung oft so diametral anderen Meinungen entgegen? Besonders bei Filmen wird das immer wieder deutlich. Gestern sah ich “Slumdog Millionär” in der Filmarena. Nach dem Film konnte ich mir das Lachen kaum verkneifen, weil ich ihn so klischeehaft und langweilig fand. Die meisten Befragten fanden den Film als gute durchschnittliche Unterhaltung, mehr nicht. Das kann ich verstehen. Aber nachdem ich nun die überaus positiven Kritiken gelesen habe, gerate ich wirklich ins Zweifeln: Wieso wird dieser Film so hoch gelobt? Warum in nahezu allen Rezensionen? Warum gibt es keine abweichenden Kritiker-Meinungen? Was fehlt meinem Blick, was fehlt meinem Verständnis?

Daher nun meine subjektive alternative Kurzkritik, in der ich unpassende europäische Maßstäbe an den Film anlegen werde:

Der Clou an dem Film ist die Erzählstruktur. Sie ist eigentlich elegant gelöst, da sie sich an den Fragen entlanghangelt, aber auch wenn es nötig wird, darüber hinausgeht und die Geschichte voranbringt. Aber die Erzählstruktur ist auch, aus meiner Sicht, ein großes Problem des Films. Zunächst nimmt sie Spannung raus. Man weiß bereits, was passieren wird, da man sieht, in welcher aktuellen Situation sich Jamal befindet. Weit wichtiger jedoch: Sie lässt den Charakteren keine Zeit für Entwicklungen. Was sind das denn für Personen, die da handeln? Sie bleiben blass: der gute und ehrliche kleine Bruder (Jamal), der ins Böse abdriftende ältere Bruder, der sich später besinnt (Salim), und das liebende Mädchen (Latika). Das ist alles. Irgendwelche inneren Entwicklungen gibt es nicht, irgendwelche Probleme werden auch nicht gezeigt. Besonders deutlich wird das, wenn Salim Latika entjungfert, nachdem Jamal aus dem Hotelzimmer geworfen wurde. Man sieht kein Bild für diese grenzenlose Demütigung. Stattdessen trifft er seinen Bruder auf einem Hochhaus wieder und haut ihm eine runter, bravo! (Wahrscheinlich ist die vorhergehende Runterschmeiß-Fantasie das Maximum an Wut, was der Film ausdrücken kann.) Dabei gäbe es soviel, was man hätte filmisch ausdrücken können. Stattdessen soll der Zuschauer die Dramatik in sich selbst aufbauen, soll erahnen, wie schlimm das Dargestellte für die Darsteller sein muss. Der Film erzählt dementsprechend mehr über Gefühle, als dass er sie zeigt. Schön deutlich wird das auch an der interessanten Parallelstruktur der Handlung, als Jamal das Geld gewinnt und sein Bruder zeitgleich im Geld schwimmend erschossen wird. Diese Szene hat zumindest auf mich keinerlei dramatische Wirkung entfaltet, ich habe das eher registriert und gedacht “Aha, nette Symbolik!”. Vielleicht war ich zu diesem Zeitpunkt auch schon zu weit aus dem Film raus, ich würde aber dennoch behaupten, dass der dramaturgische Effekt gerade durch die Stückelung und das damit verbundene Nicht-Entwickeln der Charaktere zerstört wurde.
Das durchgehende Motiv des Füreinanderbestimmtseins wird aber auch nicht filmisch ausgeführt, außer, dass man Jamal regelmäßig seine Müllberg-Liebe (Äquivalent zur Sandkastenliebe) suchen sieht. Diese Besessenheit wird nicht ansatzweise in der Figur Jamal geklärt, auch sein Bruder wundert sich regelmäßig darüber. Sie ist wohl als Form der romantischen Liebe zu verstehen.
An dieser Stelle kommen wir zum zweiten großen Problem des Films: Die Klischeehaftigkeit. Mag sein, dass Bollywood-Filme das zelebrieren, aber die präsentierten Klischees sind ja durchweg auch europäische Klischees – sonst hätte der Film wohl auch in Europa nicht so wirken können. Das Füreinanderbestimmt-Sein duchtrieft den Film. Ich kann das nicht mal halbwegs neutral beschreiben, weil mich das extrem nervt, welche Liebesbilder durch solche Filme erzeugt werden und vom Publikum scheinbar auch insgeheim geteilt werden. Vielleicht ist es ja als Märchen zu verstehen, als Form der Flucht aus einem schrecklichen und komplizierten Alltag in eine sauber aufgeteilte Welt von gut (der Held Jamal und seine Geliebte Latika) und böse (alle anderen).
Abgesehen von der Müllberg-Liebesgeschichte ist aber auch der Rest der Story märchenhaft hanebüchen. Besonders die Beantwortung der Fragen ist extrem an den Haaren herbeigezogen: Plötzlich erscheint den beiden wegrennenden Jungen eine Gottheit in Form eines anderen kleinen blau eingefärbten Jungen (Was fehlt mir um das zu verstehen?). Plötzlich hat Jamal einen Hundert-Dollar-Schein zur Hand und gibt ihn dem blinden Jungen (Aha!). Und das mit dem Colt weiß er, weil sein Bruder mit just solch einer Waffe (steht ja meist auch der Erfinder und die Entstehungsgeschichte mit drauf) den Obergangster erschossen hat (Nicht schlecht!). Aber ich werde kleinlich. Am schlimmsten ist natürlich das Ende des Films, das wurde ja sogar in einigen Kritiken bereits angemerkt. Ich war sogar dankbar dafür, dass Jamal in der Szene am Bahnhof noch über die Gleise gehen muss. Ich konnte mir dabei so wunderbar vorstellen, wie das Jamal samt dem schnulzigen Happyend von einem Zug weggerissen worden wäre. Immerhin durfte dann noch die Sonne zwischen den beiden durchscheinen – seufz, ein Liebesfilmklassiker.
Aber vielleicht auch noch was Positives: Die Musik ist überdurchschnittlich gut eingesetzt, die Kamerafahrten sind auch zum Teil sehr gut. Die beste Szene aus meiner Sicht: Als der Polizist Jamal vorhält, dass seine fünfjährige Tochter diese Frage hätte beantworten können, entgegnet Jamal mit Beispielen aus seiner Lebenswelt (Fahrrad geklaut), dass das ja jeder Fünfjährige in seinem Viertel wisse.
Alles in allem also ein mäßiger Film, der durch seine Struktur langweilig und charakterlos inszeniert ist. Das Drehbuch trieft zudem vor Klischees und an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen. Im Grunde treffen hier auch Teile der Inszenierungskritik von Batman zu: Der Film wird nicht spürbar für den Zuschauer und die Charaktere werden nicht mit filmischen Mitteln ausgefüllt, sondern der Zuschauer muss die Gefühle der Darsteller erahnen und selbst hinzufügen. Vielleicht ist das ja der neue Trend.