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Klingsors Letzter

Archive for Januar, 2007

Die Demographie-Wunderwaffe

Ich wusste es. Handys erhöhen das Risiko eines Hirntumors. Merkwürdigerweise wollte ich in letzter Zeit genau das mal recherchieren, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass die exzessive Nutzung von Handys und Wireless-Lan gesund sein kann. Es scheint mir, einem physikalischen Laien, nicht plausibel, dass die ständige Erreichbarkeit, das ständige Daten-durch-unsere-Kopfe-Transferieren keine Auswirkungen auf unseren Körper haben sollte. Meine Vermutung war daher, dass es lediglich verharmlosende Studien gibt, die das Risiko kleinschätzen, damit der Absatz von Handys und Notebooks nicht leidet.
Scheinbar ist es aber so, dass die Wissenschaftler zu wissenschaftlich sind, um die Menschen vor diesem Risiko zu bewahren oder besser zu schützen. Die Wissenschaftler wollen erst den eindeutigen Beweis, bisher gibt es nur Indizien. Einen Beweis wird es aber erst geben, wenn die erste Generation deutlich verseucht ist. Die Wissenschaftler besitzen in ihrer Forschung nicht die Chuzpe der Industrie, die jahrelang Produkte verkauft, von denen niemand weiß, wie sie auf die Gesundheit der Menschen wirken. Für einen Wissenschaftler ist es schon mutig, wenn er auf die Frage, ob Handys die Zigaretten des neuen Jahrtausends seien, mit “Sicherlich” antwortet.
Aber vielleicht werden wir so ja unsere demographischen Probleme lösen: Die jetzige Generation wird das Rentenalter nicht mehr erreichen – die meisten werden in ihren Mittfünfzigern, wenn sie gerade noch arbeitsfähig sind, einen Schlaganfall erleiden.

Schreibtisch

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Hier mein aktueller Schreibtisch. Bitte diesem Link zu tollen Hintergrundgeschichten und Insiderinformationen folgen.

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Neulich in Wildbad Kreuth: Problemstoibär erlegt

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Ich frag mich wirklich, warum der Beckstein in dieses Bild von 1910 so wunderbar reinpasst. Was mag das sein?

Char Char Char

Ich hatte schon oft von den Horrorgeschichten gehört, die Studenten mit dem Programm „Word“ kurz vor der Abgabe ihrer Magisterarbeit erlebten. Ich hatte sie nie so recht glauben wollen. Ich dachte immer, irgendetwas müssen die ja gemacht haben, damit das Programm abstürzte, Seiten löschte, Fußnoten verwurschtelte oder ähnliches.
Hier nun die Korrektur: Sie haben absolut nichts falsch gemacht. Es liegt am Programm. Gestern Abend speicherte ich mein Dokument samt Formatierungen. Heute früh öffnete ich es, und sämtliche Formatierungen waren weg. Dafür hatte sich Word die schöne neue Formatierung „Textkörper Char Char“ und auch “Textkörper Char Char Char Char“ ausgedacht. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich darauf tippen, dass das Programm mich auslacht. Seitdem suche ich nun in den Word-Menüs die Option „Formatierung anzeigen“ und will dort das verlorengegangene Häkchen machen.

Meinungswechsel

Es ist schön, wenn man merkt wie sehr die Meinung einer Zeitung, auch von der Dominanz ihrer Kommentatoren abhängt (die natürlich auch nicht zufällig ist.) Hatte die Süddeutsche Zeitung mit Jeanne Rubner noch eine extreme und unjournalistische Befürworterin von Studiengebühren für ihr Hochschulressort in der entscheidenden Phase von 2000 bis 2005 gewählt, so dürfen nun, nachdem Studiengebühren ja durchgesetzt sind, andere dies wieder kritisch kommentieren und das soziale Profil der Süddeutschen schärfen. Heute ist beispielsweise ein Kommentar von Tanjev Schultz in der Süddeutschen, der kritisiert, dass das Bafög zu gering sei und angepasst werden müsste. Allerdings sehr dezent, man will ja nicht zu laut geschrien haben, falls es nicht ankommt.
Aber es ist immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung. Der Bafög-Höchstsatz liegt an der Grenze des von der Bundesregierung festgelegten Existenzminimums. Die soziale Schließung der Hochschulen wird durch die Aushungerung des Bafögs, seit sechs Jahren gab es keine Erhöhung weiter vorangetrieben. Das Bafög hat keine Lobby mehr. Schließlich sollen ja bald Kredite für alle kommen.

Wunsch

Immer wieder werde ich durch Gespräche auf mein eigenen Nicht-Wissen zurückgeworfen. Besonders, wenn man mit involvierten Personen spricht, mit Personen, die sich in einem bestimmten Kontext sehr gut auskennen. In mir reift dann immer der Wunsch, an jedem Tag eine neue Perspektive kennenzulernen. Wenn man nur eine Stunde jeden Tag mit jemand anderem, mit einem Fleischer, mit einem Fußballer, mit einem Regisseur, über seinen Beruf, über seine Welt spricht, wird man sovieles über die Welt erfahren.
Wie wenig wir eigentlich über diese Welt wissen, in der wir uns so sicher bewegen. Wir sind notwendigerweise kurzsichtig, weil wir in unserer eigenen Welt genug zu sehen haben.

Kleine Erkenntnisse

Der Unterschied zwischen “Leben denken” und “Leben fühlen” ist in etwa mit dem Unterschied zu vergleichen, der zwischen “Schokolade als Nahrung zerkauen” oder “Schokolade auf der Zunge langsam zergehen lassen” liegt.

Datenschutz

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Kommentare
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Atomausstieg: Nicht die Kanzlerin fordert ihn, sondern die Medien

Überall wird heute groß getitelt: “Merkel stellt den Atomausstieg in Frage.” Sicherlich äußert sie sich skeptisch, besonders auch aufgrund der ersten Abschaltung eines Kraftwerks in diesem Jahr. Aber nicht Merkel stellt den Ausstieg in Frage, sondern die Medien. Sie verbreiten und verstärken die Wirkung einer kleinen Nebenaussage der Kanzlerin so übermaßig in ihren Überschriften, dass möglicherweise wirklich ein Diskurs und eine In-Frage-Stellung daraus entsteht. Die ARD, in der das Interview erschien, titelte noch so “Merkel will einen “ausgewogenen Mix””. Lediglich in einer Unterüberschrift tauchte der Atomausstieg auf. Nun ist fraglich, welche Zeitung oder Nachrichtenagentur zuerst reagierte und den Atomausstieg zur Hauptüberschrift machte. Das passt bei den meisten Artikeln zwar überhaupt nicht zum Thema, aber erzeugt doch Aufmerksamkeit und problematisiert den Atomausstieg. Vermutlich waren es eher die konservativen Medien, denen der Ausstieg in diesem Jahr ein Dorn im Auge ist.
Die Verbindung von Öl und Kernkraft unter dem Deckmantel “Energie” ist für die Kanzlerin auch wenig ruhmreich. SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber sagte der “Berliner Zeitung” beispielsweise: “Wer die Lieferengpässe bei Öl heranzieht, um die Kernenergie zu propagieren, ist nicht in der Lage, das Thema Energieversorgung intellektuell zu erfassen.” Eine solche Diskursaufforderung, die durch die Kanzlerin den Medien ins Ohr geflüstert und durch die Medien laut ausgesprochen wurde, lässt sich nur am Anfang mit dem Argument der unlogischen Verknüpfung ablehnen. Wenn der Diskurs auf den Atomausstieg schwenken sollte, wird die absurde Entstehungsgeschichte vergessen. Die FAZ wird’s schon leisten. Die Aussagen der Opposition finden sich bei ihr beispielsweise gar nicht.

Nur zum Wohle der Studenten

Die Universität Jena hat eine neue Begrüßung für ihre zum Sommersemester neu immatrikulierten Studenten entwickelt. Sie lautet: “Es wäre besser für uns und für euch, wenn ihr nicht hier wärt. Aber da es politisch gerade nicht in ist, euch nicht zu nehmen, könnt ihr bei uns unter äußerst schlechten Bedingungen mit ein wenig Glück sogar bis zum Abschluss studieren. Freut euch!” Das kam jedenfalls bei der Senatssitzung am 21.11.2006 unter TOP 11 heraus:
Zur vorgelegten Studiengangliste weisen die Dekane der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften, der Philosophischen Fakultät, der Fakultät für Mathematik und Informatik und der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät darauf hin, dass aufgrund der Umstellung der Studiengänge und den damit verbundenen Mehrbelastungen sowie bei den gegenwärtigen Kapazitäten die Einschreibung zum Sommersemester entgegen der vorgelegten Liste realistisch nicht angeboten werden könne.
Das Problem ist klar: Die Fakultäten sind mit einer Umstellung der Studiengänge auf Bachelor-/Master beschäftigt und wollen ab nächstem Wintersemester nur noch Bachelor und Master ausbilden. Da wäre es natürlich schlecht, wenn man dann noch immer eine Übergangsgeneration mitschleifen müsste. Daher das deutliche Plädoyer der vier Fakultäten für einen Immatrikulationsstopp.
Die Antwort der Hochschulleitung:
Der Rektor führt dazu aus, dass dieses Argument von der Universitätsleitung gesehen wird, jedoch ein Einschreibungsstopp im Hinblick auf die eben geführte Diskussion zum Hochschulpakt 2020 somit politisch nicht tragbar ist. Die Universitätsleitung wird prüfen, welche Formulierung möglich ist, um den vorgetragenen Problemen Rechnung tragen zu können.
Man muss sich das vorstellen: Die Überlast-Situation und damit die sehr schlechten Studienbedingungen für die Studenten werden erkannt. Sie werden in Kauf genommen, weil es politisch nicht tragbar sei, einen sinnvollen Immatrikulationsstopp zu verhängen. Mit dem Hochschulpakt 2020 sollen in Zukunft in ganz Deutschland mehr Studienplätze geschaffen werden. Nach Thüringen sollen immerhin 15 Millionen fließen und damit die gegenwärtigen 50.000 Studienplätze erhalten bleiben. Nach dieser Wohltat kann man es sich natürlich nicht leisten, gerade jetzt Studienplätze nicht zu besetzen. Schön, wie direkt sich die Politik auf die Lage der Studenten auswirkt.
Den eigentlichen Grund hat man natürlich nicht genannt: Man ist auf jeden Euro angewiesen, den man für einen neuen Studenten bekommt, weil der eigene Haushalt extrem unterfinanziert ist. Das traut sich der Rektor nicht zu sagen, weil er ja so politisch korrekt ist, dass er jetzt nach geeigneten Formulierungen sucht, die dem Problem Rechnung tragen. Wie bitte? Formulierungen, die dem Problem Rechnung tragen? Vermutlich meint er Formulierungen, die das Problem kaschieren und übertünchen können.
Nachtrag:
Vermutlich wird dies insgesamt etwa 350 Studenten betreffen (geschätzte Zahl auf Basis der Vorjahrszahl), mehr als die Hälfte davon in der Philosophischen Fakultät.

Die tickenden Zeitbomben

Ich verstehe es nicht. Bei nahezu jedem rechtsextremen Anschlag steht in der Zeitung etwa das dabei: “Die Täter waren der Polizei einschlägig bekannt.” Wenn Innenminister Schäuble doch schon so sehr dafür streitet, endlich entführte Flugzeuge abschießen zu dürfen, bevor sie der Gesellschaft gefährlich werden können, dann sollte er doch auch die tickenden Neonazi-Zeitbombem entschärfen, bevor sie jemandem schaden. Das wäre immerhin ein sinnvoller Grund, wenn man schon das Grundgesetz mit einem “Quasi-Verteidigungsfall” überdehnen will.
Es ist bei den meisten (und das ist leider das Problem: (glücklicherweise) nicht bei allen) Nazis nur eine Frage der Zeit, wann sie wieder jemanden quälen oder zu Tode prügeln. Wäre es nicht für den Schutz der Gesellschaft sinnvoll, wenn diese wandelnden Zeitbomben aus dem Verkehr gezogen würden. Wie kann der Staat es denn rechtfertigen, dass er im Nachhinein sagt: Wir wussten, dass diese Bomben frei herumlaufen und irgendwann explodieren würden, wir wussten quasi, dass du sterben würdest. Würde er antworten: Aber wir mussten deinen Tod in Kauf nehmen, um sie danach halbherzig und kurzfristig zu entschärfen.

die ersten folgen dem zweiten

Nach neun oder zehn Stunden des Arbeitens gesellt sich langsam das Gefühl zu mir, dass ja doch nichts rauskomme bei meiner Arbeit, dass all der Quatsch umsonst sei. Ich begrüße es freundlich, weil ich weiß, dass es mich wohl mindestens bis morgen früh begleiten wird, wenn ich mich wieder gemeinsam mit meinem Rechner hochfahre.
P.S.: Ich hätte schon längst Skorbut, wenn es keine Vitamintabletten gäbe. Hiermit geht also mein Dank auch an die Pharmaindustrie, die es uns ermöglicht, diese Leistungen ohne größere sichtbare und kurzfristig störende Nebenwirkungen zu vollbringen.

Kopf kochen mit der Maggi

Es ist ätzend. Tausend Erklärungen. Monokausalität, ade! Worüber ich gerade nachdenke, zum Beispiel:
Warum forderte die CDU Ende 2003 plötzlich doch offensiv Studiengebühren, wo sie doch zuvor lange Zeit dazu geschwiegen hatte? Nun die schönste These: Es lag an der SPD in NRW.
Die Erklärung: Im Jahr 2000 hatte die CDU ihre eigene Forderung von Studiengebühren noch abgeschwächt, weil insbesondere der größte CDU-Landesverband aus NRW dagegen war. Vermutlich ging dieser davon aus, dass er im Arbeiter- und Studentenland NRW mit dieser Politik keinerlei Stimmen bekommen würde. Dann aber der Umschwung: Im Jahr 2002 plante NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement auf Anregung seines Finanzminister Peer Steinbrück Langzeitstudiengebühren in NRW einzuführen, vermutlich, weil er sich gerade noch im ersten Drittel seiner Amtszeit befand und Zumutungen da noch möglich sind, besonders auch, wenn der schrecklich verschuldete Haushalt so entlastet werden könnte. Das führt wiederum dazu, dass die NRW-CDU ihre eigene Position revidiert und selbst Studiengebühren in Höhe von 250 Euro fordert. Verständlich, denn nachdem die SPD ihr soziales Profil bereits so weit überdehnt hatte, konnte die CDU noch einen kleinen für ihr eigenes Profil kaum dramatischen Schritt weiter gehen. Dieser Meinungswechsel führte dazu, dass sich die Gesamt-CDU einheitlich pro Studiengebühren aussprechen konnte. Die ostdeutschen Landesverbände, die noch immer gegen Gebühren waren, waren da nicht mehr so entscheidend. Allerdings musste man in der CDU erst noch die Wahlen in Niedersachsen und Hessen abwarten…

Babbelfisch

Um diesen Blog auch weiteren Leserschichten zu erschließen und wieder einmal meine Multikulturalität unter Beweis zu stellen, biete ich nun einen speziellen Service für unsere ausländischen Leser an: Der Babbelfisch ?bersetzt diese Seite speziell für unsere hessischen Freunde. Viel Spaß bei Klingsors Ledsdem!

Das unsichtbare Beil des Marktes

Horst Köhler hat sich mal wieder geäußert. Diesmal in einem Spiegelgespräch mit den obersten Granden der Spiegelredaktion, die ihm verständlicherweise nur Steilvorlagen lieferten. Nebenbei hat er auch eine grundlegende Neu-Definition der Politik der Zukunft geliefert. Nämlich diese:
“Es will mir nicht in den Kopf, dass es nicht möglich sein soll, eine Politik zu definieren, bei der ich zwar dem einzelnen Menschen Veränderung zumute, aber doch auch die vernünftige Aussicht habe, dass es hinterher allen insgesamt nachhaltig bessergeht.”
Früher glaubten die Liberalen an die Unsichtbare Hand des Marktes, die dafür sorge, dass wenn es jedem einzelnen gut geht und jeder einzelne nach seinem eigenen Glück strebe, auch die Gesellschaft letztendlich davon profitiere. Heute glaubt man an das unsichtbare Beil des Marktes, das jeden einzelnen durch Kürzungen schlechter stellt, damit es der Gesellschaft insgesamt wieder besser gehe.